top of page

UrbanWild: Mehr Miniwildnis in der Stadt

  • 10. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Apr.

Stadtwildnis: Anregend, vielfältig, bunt


Das Projekt „UrbanWild“ macht StadtWildnis in Deutsch­land sicht­barer. Denn: Was StadtWildnis ist, wo wir sie finden und wes­halb wir sie för­dern soll­ten, wissen viele (noch) nicht. Damit sich das ändert, baut das Team von UrbanWild ein Netzwerk von StadtWildnis-Akteuren auf – und bietet auf einer Website Informationen und Materialien rund um die wilden Seiten unserer Städte. Für Kommunen, Pädagog:innen und Familien gibt es spezielle Angebote. Auf einer interaktiven Karte werden außerdem StadtWildnis-Flächen in ganz Deutschland ins Rampenlicht gerückt.




Pia Ditscher (l.) und Meike Schulz verantworten das neue Projekt UrbanWild



Umgesetzt wird das Projekt UrbanWild von Meike Schulz und Pia Ditscher – beide sind tätig für das Frankfurter Biodiversitätsnetzwerk „BioFrankfurt“ und begeistern sich schon lange für Wildnis im großen wie im kleinen Maßstab. Mit ihrem Projekt wollen sie eine Lücke schließen – nämlich die zwischen all denjenigen, die Expertise zum Thema haben. „Besonders die Kommunen, mit denen wir bisher bereits Kontakt hatten, spiegeln uns ganz deutlich wider: Sie haben Austausch-Bedarf“, betont Projektmitarbeiterin Meike Schulz.


Damit die StadtWildnis-Community weiter wächst, braucht‘s vor allem Ausdauer und Geduld. Denn:


„Es ist gar nicht so leicht, StadtWildnis-Flächen in Deutschland ausfindig zu machen – und wenn wir welche finden, müssen wir die zuständigen Personen erreichen. Da viele Kommunen in der Verwaltung chronisch unterbesetzt sind, sind da manchmal schon einige Anläufe nötig. Insofern sind wir stolz, dass wir schon einige Flächen auf unserer Karte vorstellen dürfen und freuen uns, wenn sich zukünftig noch viele weitere Kommunen bei uns melden und am Projekt beteiligen“,

berichtet Projektleiterin Pia Ditscher, die zuvor auch im Projekt „Städte wagen Wildnis“ zu Wildnis in deutschen Städten gearbeitet hat.


Eine der ersten eingereichten Projekte, ist die Miniwildnis am Bahnhof Waiblingen in Baden-Württemberg. Initiiert vom Bahnhofsmanager Nikolaus Hebding wurde diese ältere Ruderalfläche noch zusätzlich aufgewertet durch Totholzhecken, Totholzhäufen und große Konstruktionen für Insekten. Die ganze Fläche ist der Pflege entnommen und bleibt nun – für Tiere wie zum Beispiel Igel durchlässig eingezäunt -  weitestgehend sich selbst überlassen. Das große Miniwildnis Schild verdeutlicht Passanten, warum das Sinn macht. So entsteht dort dauerhaft ein wichtiges Trittsteinbiotop unter anderem auch für Vögel und Insekten, die dort Kinderstube, Nahrung und Lebensraum finden.



Bilder von der Miniwildnis am Bahnhof Waiblingen - eine Ruderalfläche, aufgewertet und fortan sich selbst überlassen: Ein tolles Trittsteinbiotop für viele Insekten, Vögel und andere Tier- und Pflanzenarten


 

Die Ziele von UrbanWild – Deutschlands wilde Städte auf einen Blick


StadtWildnis sichtbar machen

Auf der Website gibt es vielfältige Infor­mationen und News zu StadtWildnis, Inter­views mit Expert:innen sowie Steck­briefe, Por­traits und Repor­tagen zu StadtWildnis-Flächen in ganz Deutschland.


StadtWildnis erlebbar machen

UrbanWild stellt verwilderte Flächen in deutschen Städten vor und zeigt mit Hilfe einer interaktiven Karte, wo man sie findet.

UrbanWild: Ein Netzwerk für alle, die sich für mehr Stadtwildnis engagieren und dafür interessieren


Menschen für StadtWildnis begeistern

UrbanWild soll verdeutlichen: StadtWildnis ist nicht nur für die Vielfalt des Lebens extrem wichtig: Sie tut uns Menschen, die wir Teil der Natur sind, gleichermaßen gut! Wer das erlebt, ver­steht und mit anderen da­rüber spricht, trägt mit dazu bei, die Akzep­tanz für wilde(re) Stadt­natur zu fördern. Lang­fristig werden unsere Städte so noch lebens­werter.


Insekten brauchen´s wild! Und ohne Nahrung können sie nicht bestäuben
Insekten brauchen´s wild! Und ohne Nahrung können sie nicht bestäuben

Projekte vernetzen

Viele Organi­sationen, Insti­tut­ionen und Kommunen setzen sich für StadtWildnis ein oder lassen sie sogar bereits auf ihren Flächen zu. UrbanWild möchte be­stehen­de Projekte besser ver­netz­en und dient als An­lauf­stelle für alle, die sich in Zukunft für StadtWildnis stark machen wollen.

Alle Infos zum Projekt, den Materialien & Vernetzungsmöglichkeiten gibt es hier.


Alter Schrotthaufen wird zum Miniwildnis-Biotop
Alter Schrotthaufen wird zum Miniwildnis-Biotop

Für alle, die selbst Projekte zu StadtWildnis umsetzen, stellt UrbanWild vielfältige Materialien für Kommunen, aber auch für Pädagog:innen, Eltern und Kinder bereit. Textvorlagen, Flyer, Filme & Umweltbildungsmaterialien können kostenfrei direkt von der Website heruntergeladen werden.


Wer Interesse an Austausch & Vernetzung hat oder sogar eine Fläche kennt, die zur interaktiven Karte des Projekts passt, erreicht UrbanWild am besten über das Kontaktformular.



Ein Beitrag von Meike Schulz und Pia Ditscher von UrbanWild – Wilde Städte – StadtWildnis entdecken & verstehen


 Fotos: UrbanWild und Eva Stengel

 
 
 

Kommentare


bottom of page