DIE MINIWILDNIS-WIESE DER FIRMA VOLLY

Eine um die 1.400 qm große Wiese, die noch bis Anfang des Jahres wöchentlich stets radikal kurz geschoren wurde, ist nun offiziell eine Minwildnis! Oliver Zeller und Volker Scholz, die beiden Geschäftsführer der Firma VOLLY im Neunheimer Industriegebiet ließen sich schnell davon überzeugen, dass Bienen und weitere Insekten dort bisher definitiv zu kurz gekommen waren. Auch die Hecke um´s Haus wird nun doch nicht beseitigt, sondern bietet weiterhin Vögeln ideale Brutplätze.


V.l.n.r.: Volker Scholz, Oliver Zeller, Geschäftsführer VOLLY (Photo: Privat)

Oliver Zeller „Natürlich möchten wir etwas für Bienen & Co tun! Und wir haben ja das Glück, dass um unser Firmengebäude herum noch nicht alles versiegelt ist. Aber: Uns muss der Spagat zwischen Wildnis und Kunde gelingen. Fußgängerwege müssen freigehalten werden und auch die „Miniwildnis“ braucht Pflege. Dafür rüsten wir jetzt eigens maschinell um. Bislang konnte die Fläche mit einem Aufsitzrasenmäher gemäht werden. Das ist aufgrund der vielen Kleinlebewesen, die tatsächlich hier ein Zuhause suchen, jetzt nicht mehr empfehlenswert. Wir schaffen uns einen Balkenmäher an oder mähen künftig wieder mit der Sense!“


Für die Neunheimer „Miniwildnis“ wurde keine spezielle Bepflanzung vorgenommen. Viel besser ist es, die Pflanzen wachsen zu lassen, die schon im Boden schlummern. Es braucht nur noch etwas Geduld, bis es von allein wieder blüht. Insekten und Kleinlebewesen siedeln sich ohne Zutun an. Auch wenn heimische Wildpflanzen manchmal unscheinbar wirken, so sind sie dennoch immens wichtig für die Artenvielfalt, da zum Beispiel viele Wildbienen nur von einer einzigen Art Pflanze leben. Gedüngt wird die VOLLY „Miniwildnis“ Wiese nicht und gemäht wird nun nur noch zwei Mal im Jahr – Mitte Juni und zehn Wochen später.