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WIR WOLLEN WILD?

#MINIWILDNIS
 

Mit der Kampagne #miniwildnis möchten wir erreichen, dass es überall wieder ein bisschen wilder werden darf. Wildnis ist da, wo der Mensch in die Natur nicht eingreift. Echte Wildnis gibt es in Deutschland nicht mehr. Fläche, die überwiegend nicht bearbeitet wird, findet man kaum noch.  Ob Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Eidechsen, Vögel – die meisten unserer Tier- und Pflanzenarten benötigen eine natürliche Umgebung zum Überleben. Jeder Quadratmeter Miniwildnis zählt. Ob auf dem Land, im privaten Garten oder in der Stadt. Tiere und Pflanzen wollen es wild!

WERDET ZUM
#MINIWILDNIS-FOLLOWER

Lernt die Tiere und Pflanzen um Euch rum kennen. Schaut genau hin und beobachtet sie. Teilt Eure eigenen Miniwildnis-Beobachtungen, postet sie auf Instagram und nutzt den #miniwildnis-Tag.

ALLES IM GRÜNEN BEREICH?


Unsere Wahrnehmung hat sich verändert: Wo Fläche nicht beackert oder bebaut ist, wo sie nicht bunt blüht oder wenigstens grün ist, wird sie als »unordentlich« oder »ungepflegt« angesehen und entsprechend bearbeitet und kultiviert. Mit der Folge, dass viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden, oder immer weniger werden – und zwar nicht nur die Biene, sondern sogar der Spatz, die Heuschrecke, die meisten Schmetterlinge und viele andere mehr.




WIE SIEHT´S DENN HIER AUS?


Wild, nicht immer bunt, in unseren Augen vielleicht nicht immer "schön" - aber immer lebendig! Nachahmer gesucht: An den Bahnhöfen in Waiblingen und Weiler entstanden drei große #miniwildnis-Lebensinseln für alle Arten von Tieren. Sie alle brauchen #miniwildnis: Igel die Laubhäufen, Wildbienen ungestörte Sandflächen und einheimische Wildpflanzen (die auch mal in Ruhe verwelken dürfen), Eidechsen sonnenbeschienene Steinhäufen, Käfer Totholz und Vögel Wildhecken und Bäume. Die Deutsche Bahn setzt sich mit zahlreichen Maßnahmen bereits vorbildlich für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein und unterstützt unter der Umweltmarke „Das ist grün.“ mit drei Pilotprojekten die #miniwildnis-Initiative. Und nicht nur das: Schon an drei Bahnhöfen stehen die DAS TUN WIR Archen - Trittsteinbiotope für Wildbienen und Insekten. https://gruen.db/deutschebahn.com/de/massnahmen/bienen




WAS IST EINE MINIWILDNIS?


Mit Miniwildnis bezeichnen wir unbearbeitete, nicht kultivierte also "verwilderte" Flächen am Straßenrand, auf Baustellen und in Häuserlücken, in einer Gartenecke oder in einem Park. Dazu gehören auch ungedüngte Wiesen oder Blühstreifen, die nur 1-2 Mal im Jahr gemäht werden. Oder von der Natur geschaffene sogenannte Ruderalflächen. Jede sich selbst überlassenen Park- oder Gartenecke, Bereiche, in denen unter anderem auch "Unkraut" - also auch Brennnesseln und Disteln ungestört gedeihen darf. Miniwildnis, das sind demgemäß Flächen, die zwar »unordentlich und verwildert« aussehen, aber gerade deshalb oft die besten Lebensbedingungen für Tier- und Pflanzenarten bieten. Zum Beispiel für die Raupen der Schmetterlinge, für Insekten, für Kleintiere wie Eidechsen oder Igel oder auch die Haubenlerche, die man vor Jahren noch in allen Städten antraf. Heute ist sie hierzulande fast ausgestorben und nur noch wenige kennen sie.




FÜR WEN SOLL DAS GUT SEIN?


In erster Linie für uns Menschen! Wir sind Teil der Natur, die uns umgibt.
Ohne das weitgehend intakte Netz der Natur, zu der nun einmal neben der Biene auch die kleinste Mücke und jeder Regenwurm zählt, geht es uns allen nicht mehr gut.
So fördert der Verlust von Tier- und Pflanzenarten die Entwicklung von Pandemien! Das belegen aktuelle wissenschaftliche Studien*.
Außerdem schrumpft die Vielfalt der Lebensmittel und manche Lebensmittel gibt es gar nicht mehr. Wusstet Ihr, dass die Bestäubung der Kakaopflanze von einer einzigen Mückenart abhängt? Stirbt diese aus, gibt es auch keine Schokolade mehr! Wichtige Arzneimittel könnten ebenfalls nicht mehr hergestellt werden. Und wer freut sich nicht, wenn er einen Schmetterling sieht oder einen Vogel singen hört? Jede Miniwildnis kann der Auftakt zu größerer Wildnis und wieder mehr Vielfalt sein.
Je wilder unsere Umgebung wieder wird, um so besser! *Pandemie und EU-Biodiversität, WWF-Entwaldungsstudie | EU-Umweltnews | EU-KoordinationDeutscher Naturschutzring (dnr.de) The role of ecosystems in mitigation and management of Covid-19 and other zoonoses - ScienceDirect




UND WAS IST MIT DEM KLIMASCHUTZ?


Alle reden vom Klimaschutz. Das ist wichtig, richtig und allerhöchste Zeit. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Klimaschutz ohne Naturschutz nicht funktioniert. Alles hängt mit allem zusammen. Klima- und Naturschutz sind zwei Seiten einer Medaille! Nur wenn wir neben der Ergreifung erforderlicher technischer Maßnahmen auch die natürlichen Lebensräume schützen und wieder vergrößern, schaffen wir es, die Klimakrise zu meistern.




Wie kann ich mitmachen?


Die Initiative Miniwildnis möchte Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen dazu ermutigen, kleine und größere Mini-Biotope zu schaffen und/oder zu erhalten. Wir brauchen nicht mehr Insektenhotels! Wir brauchen überall mehr sinnvolle Naturräume, damit unsere Insekten, Kleinlebewesen und Vögel überleben! Grundsätzlich kann also jede/r Miniwildnis schaffen - wir vermitteln Wissen und bei Bedarf auch konkrete Beratung. Und wir bauen Verständnis auf! Denn sicherlich kennt Ihr das: "Wie sieht´s denn hier aus - da müsste mal dringend was gemacht werden!" Manch ein Passant ist kritisch, sobald Blüten verwelkt sind, Laub nicht weggeräumt wird. Und wenn Totholz, Erdhäufen und Steine rumliegen oder Gras nicht regelmäßig kurz geschoren ist. Wenn es eben ein bisschen wilder als gewohnt ist. Genau da setzt unser Beschilderungskonzept "Miniwildnis" an! Denn wir lassen die Lebewesen selbst zu Wort kommen. Sie erklären, warum sie eine kleine Wildnis brauchen. Die Miniwildnis Schilder* sind zudem mit einem QR Code versehen, der auf diese Seite hier lenkt. Wo sich in naher Zukunft noch viel mehr Tipps und Infos rund um das Thema Naturschutz in der Praxis finden. *Die Schilder sind online käuflich ab November 2021 Soll in Eurer Stadt, in Eurer Kommune, um Eure Firma auch Miniwildnis entstehen? Meldet Euch über unser Kontakformular. Wir beraten Euch gerne! Und mitmachen könnt´ Ihr natürlich auch, in dem Ihr Eure eigenen Naturbeobachtungen unter dem #miniwildnis auf Instagram teilt!





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#MINIWILDNIS UND MEHR

#miniwildnis ist eine Kampagne von Eva Stengel – sinnvoll handeln. 
Umwelt- und Naturschutzangebote für Firmen und Kommunen finden Sie auf meiner Website.