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Wo sich Bienen und Eichhörnchen Gute Nacht sagen



Als Senior Transaction Managerin übt Katja Eiberger eine herausfordernde Tätigkeit aus, die sie liebt. Ausgleich zur Welt der Zahlen findet sie bei ihrer zweiten großen Leidenschaft:

Seit vielen Jahren ist sie begeisterte Imkerin und hat ihren zehn Bienenvölkern optimale Bedingungen geschaffen. Rund um ihr Haus – ganz versteckt auf dem Lande - erstreckt sich ein riesiger Garten mit großen Wiesen und vielen alten Bäumen. Nicht nur Honigbienen kommen dort auf die Kosten – sondern das ganze Spektrum unserer heimischen Flora und Fauna.

 

Unsere neue Miniwildnis-Botschafterin über ihren Traumgarten:


„Bei uns darf´s richtig wild sein! Lediglich zwei schmale Staudengärten vor und einem kleinen Kräutergarten hinter dem Haus werden kultiviert … Und selbst da wachsen viele insektenfreundliche Stauden. Unsere Wiesen mähen wir nur 2 x im Jahr (stets nach „Johanni“ – also im Juni, wenn auch die Gräser ausgesamt sind und nochmals kurz vor der Apfelernte).


Ein ca. 500 m2 großer Teil des Gartens nannten wir schon immer „unsere Wildnis“. Dort wachsen Brombeeren und Brennesseln und es liegt viel Totholz - alles wächst kreuz und quer. Rund um das Grundstück haben wir eine rund 100 m lange "Benjes-Hecke" angelegt. Wir stapeln hier die Abschnitte aus dem Obstbaumschnitt – ein toller Unterschlupf für allerhand Getier. Natürlich haben wir auch verschiedene Blumenwiesen angelegt.


Unsere alten Walnussbäume spenden Nahrung für ganze Eichhörnchenfamilien. Zahllose Nisthilfen bieten dem Vogelnachwuchs ein behagliches Nest. Nachdem unsere Kinder (altersbedingt) auch den Rasen nicht mehr zum Spielen nutzen, haben wir dieses Jahr beschlossen, auch den großen Rasen nicht mehr zu mähen. Ganz erstaunt waren wir, als wir gesehen haben, wie wunderschön die neu entstandene Wiese ganz ohne unser Zutun blüht. Echt sensationell!


Optimale Rahmenbedingungen für ganz viel Leben


Ein kleines Kiesbeet, welches bisher als Wasserüberlauf angelegt war, haben wir in diesem Jahr nun auch in ein Trockenbiotop umgewidmet -hier zeigt sich bereits der Klimawandel. Für das kommende Jahr steht noch aus, den Kiesweg in einen weiteren Feldthymian-Blühstreifen umzuwandeln, um für unsere Honigbienen weitere Nahrungsquellen zu erschließen.


Wir versuchen ideale Rahmenbedingungen für ein ökologisches Gleichgewicht zu schaffen. Da wir Bienen halten, ist es uns wichtig, diesen - sowie allen anderen Arten – zum Beispiel auch Schmetterlingen, über ihren ganzen Lebenszyklus hinweg Nahrungsquellen und Lebensraum zu bieten. Und so dürfen wir uns über viele tierische Besucher freuen: Igel, Eichhörnchen, Dachse, viele Vögel (dieses Jahr hat uns sogar ein Wiedehopf besucht, Spechte, Milane, Gimpel,…) sowie alle Arten von Insekten. Aber auch viele Menschen freuen sich daran. Deshalb: Wirklich negative Resonanz haben wir noch nie erlebt. Dennoch glaube ich, dass meinen Garten nicht alle wirklich „schön“ finden. Aus Höflichkeit wird man halt nicht sagen „Wie sieht´s denn bei Euch aus?“. Ich versuche immer wieder zu erklären, warum wir so handeln und warum es wichtig ist. Ich denke aber auch, dass es in einer Wohnsiedlung noch einmal deutlich schwieriger ist, diese Haltung beizubehalten, da vielleicht so mancher Nachbar die Sorge hat, dass ein „Unkraut“ durch den Zaun wachsen könnte. Diese Thematik haben wir durch unsere Lage am Rande eines Landschaftsschutzgebietes glücklicherweise nicht.


Mehr Miniwildnis bitte!


Ausgeräumte Lebensräume, in denen die Natur immer mehr verdrängt wird, gibt es inzwischen bedenklich viele. Ich freue mich deshalb über die Miniwildnis Initiative, die ich gerne unterstütze! Gerade Städte und Gemeinden - aber auch Unternehmen, sehe ich da noch viel mehr in der Verantwortung, als Vorbild vorauszugehen und das „Warum“ zu kommunizieren. Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, dass wir begreifen, dass ein regelmäßig kurz geschnittener Rasen und tip-top aufgeräumter und leergefegter Garten einfach kein Zukunftsmodell mehr sein können. Zudem haben wir doch alle genug zu tun? Man sollte das Grün von der Hängematte aus genießen, anstatt sich jeden Samstag mit dem Mähen abzuhetzen. Das wäre eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier.


Auf der Homepage von Trübenreute gibt es mehr Einblicke und Infos zu ihren Bienen!

Außerdem Rezepte sowie durch Katja selbst hergestellte Bienenwachskerzen, den eigenen Honig und weitere Köstlichkeiten zum Kauf

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